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Berlin-Neukölln : Brandstifter legen elf Feuer innerhalb von vier Stunden

Daueralarm für die Feuerwehr: Zwischen 1.30 Uhr und 5.30 Uhr legten ein oder mehrere Brandstifter elf Brände in Neuköllner Hausfluren und Hinterhöfen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

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SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Nach Angaben der Feuerwehr waren 200 Beamte mit über 50 Fahrzeugen im Einsatz. Bei den elf Taten wurden 17 Menschen aufgrund der Rauchgase verletzt, zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Fast alle Tatorte liegen zwischen Karl-Marx-Straße und Hermannstraße, sie sind zu Fuß innerhalb von ein bis zwei Minuten zu erreichen. Nur zwei Tatorte liegen etwa einen Kilometer entfernt in der Grenzallee. Nach Polizeiangaben hatten die Flammen in drei Fällen bereits auf die hölzernen Treppenkonstruktionen in den Häusern übergegriffen. Bei den Tatorten handelte es sich um Wohnhäuser bzw. deren Innenhöfe in der Karl-Marx-Straße, Schierker Straße, Rübelandstraße, Nogatstraße, Kichhofstraße, Siegfriedstraße, Altenbraker Straße, Emser Straße sowie der Grenzallee. Ob es sich um mehr als einen Täter handelt, ist unklar, als denkbar gilt, dass der Brandstifter zum Schluss der Serie in die Grenzallee auswich, da im Kiez an der Karl-Marx-Straße zahlreiche Polizeiautos Streife fuhren. Die Feuerwehr kritisierte, dass sich in einigen Häusern die Bewohner selbst in Gefahr brachten, indem sie in verrauchte Treppenhäuser liefen. Experten raten, in den Wohnungen zu bleiben und die Wohnungstüren fest verschlossen zu halten, sollte es im Treppenhaus brennen.

Die Feuerwehr veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine Aufstellung der Brandorte.

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