Berlin : Berlin prüft Bewerbung für Olympia 2012

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) rechnet nach Aussagen seines Präsidenten Walther Tröger fest damit, dass die Berliner nach der missratenen Kandidatur für Olympia 2000 als sechste Stadt nach Leipzig, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt/Main den Bewerbungshut für 2012 in den Ring werfen. Tröger sagtenach der Grundsatzentscheidung für eine deutsche Bewerbung, dass ihm der Regierende Bürgermeister Wowereit eine bevorstehende Berliner Kandidatur bereits zugesagt habe..

"Das Thema wird auf einer der nächsten Senatssitzungen behandelt und rechtzeitig vor Jahresende entschieden. Interesse ist vorhanden, aber die Voraussetzungen müssen stimmen" sagte Senatssprecher Helmut Lölhöffel nach der NOK-Entscheidung. "Wenn Berlin sich bewirbt, muss es eine erfolgreiche Bewerbung werden." Für den Regierende Bürgermeister gehört zu einer Bewerbung nicht nur der Rückhalt in der Bevölkerung, sondern eine gesicherte Finanzierung. Bis zur Abgabe der Bewerbung sei auch die Wirtschaft gefordert, weil die Kosten aus der Landeskasse nicht zu tragen seien. Die Berliner Wirtschaft hatte signalisiert, dass sie die nationale Bewerbungstour finanzieren wolle.

Zum Thema Newsticker: Aktuelle Meldungen aus Berlin und Brandenburg Der Präsident des Landesarbeitsamtes Berlin-Brandenburg, Klaus Clausnitzer, rechnet mit einer Belebung des Arbeitsmarktes im Zuge einer Bewerbung: "Ich gehe davon aus, dass dann bereits vorher und im Umfeld neue Arbeitsplätze entstehen. Neue Trainerstellen werden sicherlich geschaffen. Auch der Dienstleistungsbereich wird zusätzliches Personal benötigen.".

Trotz des Gegenwindes einiger Mitbewerber, die 2000 zu Gunsten Berlin verzichtet hatten, sieht sich Berlin durch eine bundesweite Umfrage des Kölner Marktforschungsinstituts "Sport und Markt" als Olympia-Standort bestätigt. Danach hatte die Hauptstadt mit 39 Prozent den größten Zuspruch vor der Rhein/Ruhr-Region, Leipzig, Stuttgart, Frankfurt/Main und Hamburg erhalten, die in ihren Planungen schon viel weiter sind. Zu den Berliner Gegnern gehört auch DSB-Präsident Manfred von Richthofen.

Die Stadt kann jedoch mit bereits vorhandenen Sportstätten werben: Dazu gehören die Max-Schmeling-Halle, das Velodrom sowie die benachbarte Schwimmhalle. Alle drei waren trotz der gescheiterten Kandidatur für 2000 gebaut worden. Zudem wird das Olympiastadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 derzeit saniert.

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