Berlin-Reinickendorf : Provisorische Markthalle in der Gorkistraße eröffnet

Die provisorische Markthalle in der Gorkistraße wurde am Donnerstag offiziell eröffnet. Sie dient für etwa zwei Jahre als Ersatz für die alte Halle auf der anderen Straßenseite.

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Nach Jahrzehnten muss die Halle ihren angestammten Platz verlassen, da das Tegel-Center umgebaut wird. Für einige Jahre wird das ehemalige Karstadt der Standort der Halle sein.
Nach Jahrzehnten muss die Halle ihren angestammten Platz verlassen, da das Tegel-Center umgebaut wird. Für einige Jahre wird das...Foto: Jürgen Ritter

Nach rund dreiwöchigem Probelauf ist die provisorische Markthalle an der Tegeler Gorkistraße am Donnerstag nun auch offiziell eröffnet worden. Investor Harald Huth und der Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer waren sich bei einem kleinen Festakt auf dem roten Teppich (in einer Markthalle!) in der Hoffnung einig, dass diese Großinvestition – Volumen 200 Millionen Euro – im Gegensatz zu anderen Berliner Projekten Ende 2019 pünktlich fertiggestellt sein wird. Die provisorische Markthalle dient für etwa zwei Jahre als Ersatz für die alte Halle auf der anderen Straßenseite. Mit deren Abriss samt dem des nördlichem Parkhauses wird in den nächsten Wochen begonnen.

In diesem Bereich wird auch der Neubau der Markthalle seinen Platz finden. Sie wird größer als das Provisorium sein. Das aber hat gegenüber dem alten Markt den Vorteil größerer Helligkeit und ist außerdem mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Das werden im Sommer nicht nur die Kunden, sondern auch die Händler zu schätzen wissen.

Initiative hat sich für den Erhalt der Markthalle eingesetzt

Die wichtigsten Lebensmittelhändler haben den Umzug mitgemacht, auch die Gastronomie – vor allem von älteren Tegelern geschätzt – blieb vor Ort. Das Gesicht der Fußgängerzone in der Gorkistraße wird nach Fertigstellung aller Bauten das neue Karstadt-Kaufhaus bestimmen. Dass die Institution Markthalle selbst erhalten bleibt, ist einer Initiative quer durch alle Fraktionen der BVV zu verdanken. Ursprünglich sollte sie ganz verschwinden. Federführend in der „Protestbewegung“ dagegen waren der CDU-Abgeordnete Tim Zeelen und Felix Schönebeck, Initiator von „I love Tegel“. Sie sammelten im vergangenen Jahr 11.000 Unterschriften für die Erhaltung des Marktes.

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