Berlin : Berlin schrumpft: Senat nimmt Abschied vom Häuslebauer

C. v. L.

Wohnungsknappheit existiert in Berlin nicht mehr, das öffentlich geförderte Bauprogramm ist drastisch reduziert worden. Bis 2010 sollten ursprünglich 150 000 Wohnungen gebaut werden. Nun werden es nur noch 50 000 sein, im wesentlichen frei finanziert, sagte Stadtentwicklungssenator Peter Strieder gestern. Neue Wohnangebote will das Land Berlin in der Innenstadt und in "von Wasserlagen geprägten Räumen des Westens und Südostens" schaffen.

Eine ganz neue und andere Ausrichtung hat die Eigentumsförderung erfahren. Im Vordergrund stehen der Erwerb von Bestandswohnungen, neue innerstädtische Wohnformen und die Unterstützung von Genossenschaftsgründungen für Mieter-Eigentum. Von neuen Eigenheimen im Nordosten Berlins ist keine Rede mehr, das berühmte 300 000-Mark-Haus, in das die Bauverwaltung in den letzten Jahren unter großem öffentlichen Wirbel Hoffnungen setzte, ist wieder in der Versenkung verschwunden. Investoren sprangen ab, die Grundstückspreise waren zu hoch, und zu gering war offensichtlich das Interesse, an den nordöstlichen Stadtrand zu ziehen. Aus einer "Bauaustellung" wurde nichts. Und sah die Koalitionsvereinbarung noch eine jährliche Förderung von 500 neuen Eigenheimen im Stadtgebiet vor, so sind es wegen drastischer Kürzungen im Haushalt 2001 nur noch 250 Eigenheime.

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