Berlin : BERLIN Sicherheit, die man nicht sieht

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Als wäre nichts passiert: Kein Polizist patrouilliert vor der Polnischen Botschaft in Grunewald, kein Absperrgitter zwingt Fußgänger auf die andere Straßenseite. Und doch hat sich die Lage geändert: Die „internen Sicherheitsmaßnahmen“ hat man in der Botschaft nach den Anschlägen „noch einmal“ verschärft, sagt der Gesandte Wojciech Wieckowski. Seine Botschaft, die wegen Polens Engagement im Irak als gefährdet gilt, steht in dauerndem Kontakt mit der Polizei.

Berlin ist sicher, auch wenn man nicht an jeder Ecke darauf gestoßen wird – so sagen es die Sicherheitsbehörden. Nach den Anschlägen in Madrid sind nicht mehr grüne Uniformen zu sehen als üblich. Aber die Polizei versichert: Die Vorkehrungen seien „auf hohem Niveau“, man stimme sich ständig mit allen Sicherheitsbehörden ab.

Wer etwas Konkretes in Sachen Sicherheit erfahren will, stößt auf Granit. Schließlich wolle man den Schutz durch zu präzise Angaben nicht gleich wieder unterlaufen. Im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses bekräftigte Senator Körting (SPD), dass er die Fahndungsmöglichkeiten der Berliner Polizei bei der Terrorismusbekämpfung für ausreichend hält. Die Polizei könne auch ohne Schleierfahndung bei der Suche nach Straftätern Kontrollpunkte in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Straßen und Plätzen einrichten.

Im Botschaftsviertel sieht man sie dann doch: zusätzliche Mannschaftswagen, daneben rot-weiße Absperrgitter. Vor der Spanischen Botschaft hält eine hüfthohe Barriere die Autos auf Abstand. Und, dies bestätigen die deutschen und polnischen Grenzschutzbehörden, an den Grenzübergängen wird aufgrund der Anschläge in Madrid seit gestern gründlicher kontrolliert. kf/wvb.

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