Berlin-Steglitz : Korruptionsverdacht bei Sanierung des Steglitzer Kreisels

Ein Mitarbeiter der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) steht unter Korruptionsverdacht: Bei der Sanierung des Steglitzer Kreisels soll es Preisabsprachen und Bestechung gegeben haben.

von
Die Ein-Haus-Skyline von Steglitz: Das Hochhaus am Ende der Schloßstraße.
Die Ein-Haus-Skyline von Steglitz: Das Hochhaus am Ende der Schloßstraße.Foto: imago

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) steht unter Korruptionsverdacht im Zusammenhang mit der Sanierung des Steglitzer Kreisels. Justizsprecher Martin Steltner bestätigte Informationen des RBB, wonach es unter anderem um verbotene Preisabsprachen, Bestechlichkeit und Bestechung gehe. Ermittelt werde gegen einen Vergabereferenten des Landesunternehmens. Allerdings sieht Steltner den Fall nach bisherigem Erkenntnisstand nicht als großen Skandal: „Was vergaberechtlich problematisch ist, muss strafrechtlich nicht unbedingt stichhaltig sein“, sagte er dem Tagesspiegel. Laut RBB hatte ein Unternehmer, der bei der Ausschreibung der Asbestsanierung des Hochhauses leer ausgegangen war, sich bei der Vergabekammer beschwert. Die habe ihm mitgeteilt, sie sei aus Personalmangel arbeitsunfähig. Daraufhin klagte der Unternehmer vor Gericht – und gewann. In diesem Verfahren habe sich der Verdacht auf Mauscheleien zwischen der BIM und einem Konkurrenten ergeben.

Der Steglitzer Kreisel
Eigentlich sollten die Schadstoffe in dem 118 Meter hohen Gebäude am südlichen Ende der Schloßstraße bis Januar 2015 beseitigt sein. Aber jetzt wurde aus vergaberechtlichen Gründen die Sanierung der Geschosse ab der vierten Etage neu ausgeschrieben. Sie sollen laut Ausschreibung bis zum 22. April 2016 beendet sein.Weitere Bilder anzeigen
1 von 14Foto: Kai-Uwe Heinrich
29.07.2014 16:33Eigentlich sollten die Schadstoffe in dem 118 Meter hohen Gebäude am südlichen Ende der Schloßstraße bis Januar 2015 beseitigt...

25 Kommentare

Neuester Kommentar