Berlin : Toter Säugling in Spandau

In Berlin ist am zweiten Weihnachtsfeiertag ein toter Säugling von seiner Mutter in einer Spandauer Wohnung entdeckt worden. Die Umstände des Todes sind noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.

Berlin - Die junge Frau alarmierte um etwa 15 Uhr die Polizei, die mit einem Notarzt zu der Wohnung in der Neuendorfer Straße im Stadtteil Spandau fuhr, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Arzt habe den Tod des sechs Monate alten Jungen festgestellt. Die Todesursache war zunächst jedoch völlig unklar. Hinweise auf ein Fremdverschulden seien nicht auf Anhieb zu erkennen gewesen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, sagte der Polizeisprecher weiter. Sicher werde eine Obduktion Klarheit über die Todesursache des Säuglings bringen.

Die Mutter wurde am Abend noch von der Kriminalpolizei vernommen. Sie werde sicher auch psychologisch betreut, sagte der Polizeisprecher. Ob der Säugling vernachlässigt worden sei, war zunächst unklar. Das sei ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

Heiligabend: Mutter erdrosselt fünfjährigen Sohn

An Heiligabend war in Thüringen ein Kind von seiner Mutter erdrosselt worden. Die 29-Jährige hatte ihren 5 Jahre alten Sohn nach einem heftigen Ehestreit mit einem Tuch erdrosselt. Die arbeitslose Verkäuferin, die die Tat gestanden hat, kam nach einem Selbstmordversuch noch in der Tatnacht in ein Haftkrankenhaus und konnte zunächst nicht weiter verhört werden.

Immer wieder kommt es aber auch vor, dass Kinder unter einem Jahr den so genannten plötzlichen Kindstod erleiden. Dabei sterben sie ohne ersichtlichen Grund während des Schlafes. Der plötzliche Kindstod tritt in der Regel in den ersten sechs Lebensmonaten ein. Allerdings ist die Säuglingssterblichkeit in Deutschland wie in anderen Industrieländern insgesamt äußerst gering. (tso/dpa)

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