Berlin und die Flüchtlinge : Findet Platz in Brandenburg!

Was, wenn in Berlin keine Unterkünfte mehr zur Verfügung stehen. Dann hilft nur eines. Ein Kommentar

Annette Kögel
Bundeswehr, Feuerwehr und freiwillige Helfer bauen am Freitagnachmittag gemeinsam Betten im Hangar 3 des Flughafens Tempelhof auf.
Bundeswehr, Feuerwehr und freiwillige Helfer bauen am Freitagnachmittag gemeinsam Betten im Hangar 3 des Flughafens Tempelhof auf.Foto: Martin Niewendick

Jeden Tag ertrinken Babys knapp vor dem Ufer, wenn Schiffe mit Flüchtlingen vor Lesbos kentern. Der örtliche Bürgermeister hat angeregt, Fähren zu schicken, um das sinnlose Sterben zu beenden. Täglich kommen allein auf Lesbos 5000 Flüchtlinge an, weit mehr als im Sommer. Der Hotspot dort funktioniert nicht, Zettel mit Fingerabdrücken werden teils einfach entsorgt. Berlin muss nach Griechenland blicken, um sich für das zu rüsten, was kommen wird. In wenigen Monaten wohl wird alles, was in der Stadt nur irgendwie zu einer Notunterkunft umgestaltet werden kann, voll belegt sein.

Und wenn die Hangars, das ICC, das SEZ, die letzte Gemeinschaftsunterkunft dicht sind, was dann? Bunker? Leere U-Bahnhöfe? Nun aber leer stehende Luxusimmobilien und Privatwohnungen zwangszubelegen, wäre das falsche Signal, die Fotos über WhatsApp würden noch mehr animieren, ins gelobte (Deutsch-)Land zu ziehen. Nein. Berlin und Brandenburg müssen gemeinsam verlassene Gebäude auf dem Land finden. Neue Bewohner, neue Chancen auch für die Dörfer. Aber bitte nicht gleich 5000 Flüchtlinge in die leeren Messehallen am BER. So klappt Integration nie.

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