Berlin von Oben : Spitzenblick auf die Stadt

Ob vom Fernsehturm oder dem Schöneberger Gasometer. Es ist atemberaubend, sich Berlin von oben anzuschauen. Wir stellen die besten Aufstiegsmöglichkeiten vor.

Hadija Haruna,Karolin Korthase
Gasometer Foto: dpa
Hoch über den Dächern von Berlin - eine Gruppe auf dem Gasometer. -Foto: dpa

BerlinGasometer

Aus der Puste gerät man schon, bevor es richtig losgeht: Wer an einer Führung auf dem Schöneberger Gasometer teilnehmen will, muss zunächst einen Alkoholtest machen, sicherheitshalber, so will es der Veranstalter „Climb Berlin“. Wer nüchtern ist, darf die 456 Stufen erklimmen um von 78 Metern Höhe aus einen grandiosen Ausblick auf die Stadt zu haben. Knapp eine Stunde dauert die Führung, die ab dem 10. April angeboten wird. Pro Teilnehmer kostet sie 29,95 Euro. Maximal zehn Personen sind pro Tour auf dem stillgelegten Gasspeicher zugelassen, inklusive Guide. Angeboten wird sie werktags dreimal täglich ab 17 Uhr, am Wochenende fünfmal ab 14 Uhr, jeweils im Eineinhalbstundentakt. Karten gibt’s online (www.climb-Berlin.com) und unter Tel. 018 05 44 70. Außer dem Gasometer gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Berlin von oben zu genießen. Nur schwindelfrei muss man sein.

FERNSEHTURM Der 368 Meter hohe „Leuchtturm des Arbeiter- und Bauernstaates“ feiert im Oktober seinen 40. Geburtstag. Seine wahrlich überragende Bedeutung zeigen die knapp 1,2 Millionen Besucher im vorigen Jahr. Wer den Rundumblick genießen und im „höchsten Restaurant der Welt“ gemütlich kreisen will, zahlt 10 Euro. Für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 16 Jahren kostet der Eintritt 5,50 Euro, für Gruppen ab 20 Personen 8 Euro. „Der Kunde bezahlt nicht nur für die Liftfahrt, das ist ein Irrglaube. Auch, dass wir pro Minute im Schnitt 500 Euro verdienen sollen, ist Quatsch“, sagt Geschäftsführerin Christina Aue. Man habe mehr als 100 Angestellte, und die Einnahmen würden in den Service investiert. Dazu zählt zum Beispiel der neue SMS-Dienst bei Kartenbestellung im Internet: Der Besucher kann eine Kurzmitteilung an die Telefonnummer auf seinem Ticket schicken und wird am Besuchstag eine halbe Stunde vor seiner Liftfahrt informiert. Für Spontan-Besucher, die sich nicht anstellen möchten, gibt es vor Ort das VIP-Ticket. Das kostet zwar stolze 19,50 Euro, aber dafür gibt es einen Audioguide inklusive. Geöffnet ist der Fernsehturm täglich 9 bis 24 Uhr, Infos unter www.berliner-fernsehturm.de und unter (030) 242 33 33.

REICHSTAGSKUPPEL
Hier gibt es ebenfalls lange Wartezeiten wie am Fernsehturm, aber dafür ist der Eintritt kostenfrei. Nach einer Sicherheitskontrolle am Westportal gelangen die Besucher mit dem Fahrstuhl zunächst auf das hoch gelegene, begehbare Dach. Die pompöse Kuppel misst 38 Meter im Durchmesser, ist 23,5 Meter hoch und mit 3000 Quadratmetern Glas verkleidet. An der Innenseite winden sich zwei spiralförmige Rampen zu einer Aussichtsplattform 40 Meter über Bodenniveau hinauf. Geöffnet ist täglich von 8 bis 24 Uhr (Einlass bis 22 Uhr), Infos gibt’s unter www.bundestag.de und unter (030) 227 321 52.

FUNKTURM
Wer an den Fernsehturm denkt, dem fällt auch der Funkturm ein. Die an den Eiffelturm angelehnte Stahlkonstruktion am Messegelände ist 146 Meter hoch. 1926 wurde der „Lange Lulatsch“ im Rahmen der Dritten Funkausstellung in Betrieb genommen und steht unter Denkmalschutz. Als Sendemast wird er heute nur noch für den Polizeifunk genutzt. Auf 55 Meter Höhe befindet sich ein Restaurant. Die Aussichtsplattform liegt 126 Meter über dem Boden. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Geöffnet ist täglich von 10 bis 23 Uhr, montags nur bis 20 Uhr. Infos unter www.capital-catering. de und (030) 3038 1905.

KOLLHOFF-GEBÄUDE
Auf die Panorama-Plattform im 25. Stock des Kollhoff-Hauses fährt der Lift mit rasanten 31 km/h. Die zentrale Lage gleicht den Nachteil der mit etwa 100 Meter relativ geringen Höhe locker aus. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Täglich 11 bis 20 Uhr, Infos unter www.panoramapunkt.de und (030) 25 29 43 72.

HI-FLYER Auf 150 Meter Höhe geht es bei ruhigem Wetter nahe dem Checkpoint Charlie – im „Hi-Flyer“. Gesichert durch ein Stahlseil schwebt der Besucher in der Gondel unter einem Heliumballon, von der aus er die gesamte Stadt überblicken kann. Der Normalpreis für eine Schwebetour beträgt 19 Euro, ermäßigt 13 Euro. Kinder von 3 bis 6 zahlen 3 Euro. Familientickets für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 3 bis 14 Jahren kosten 49 Euro. Täglich 10 bis 22 Uhr, Fr. und Sa. bis 0.30 Uhr, Infos unter www.air-service-berlin.de und (030) 53 21 53 21.

GLOCKENTURM OLYMPIASTADION
Von Spandau bis zum Alex und bei guter Sicht sogar bis nach Potsdam und ins Havelland kann der Besucher vom Glockenturm des Olympiastadions schauen. Zur WM 2006 wurde der 77,17 Meter hohe Turm für rund 7 Millionen Euro vollständig modernisiert. Ein gläserner Aufzug fährt die Besucher nach oben und zeigt dabei Szenen aus der Geschichte des Bauwerks. Unten informiert eine Dokumentation des Deutschen Historischen Museums auf zwei Etagen in deutscher und englischer Sprache über die Spiele von 1936 und die Geschichte des Geländes. Der Glockenturm hat den ganzen Sommer über geöffnet. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, für Kinder 1,50 Euro. Täglich 9 bis 18 Uhr, Infos unter www. glockenturm.de und (030) 305 81 23.

MÜGGELTURM
Der Müggelturm steht zwischen Langem und Müggelsee auf den 115 Meter hohen Müggelbergen. Der 1889 im chinesischen Pagodenstil erbaute Turm wurde nach einem Brand 1961 aus Stahlbeton neu gebaut. Für 2,50 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) gibt’s gute Sicht auf Wälder und Seen. Geöffnet ist meist 10 bis 18 Uhr. GRUNEWALDTURM Der Grunewaldturm auf dem Karlsberg kann nach der Sanierung voraussichtlich im Sommer wieder erklommen werden.

BBI-INFOTOWER Aus 32 Meter Höhe lässt sich die Baustelle des Großflughafens BBI überblicken. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder einen Euro. Es gibt auch einen Fahrstuhl. Anfahrt von Norden über die A 117 (von Süden: A113), Ausfahrt Waltersdorf, oder stündlich mit dem 734er Bus ab S-Bahnhof Schönefeld. Täglich 10 bis 18 Uhr. Infos unter www.berlin-airport.de.

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