Berlin : Berlin vor der Wahl: Die Unparteiischen

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"Ein Protestwahlkampf ist nicht schön", sagt Marius Minke, der Berliner Vorsitzende der Statt-Partei, "aber wir müssen das machen". Das heißt, dass man vor allem die Fehler der alten Regierungsparteien thematisieren wird. Um neue Ideen geht es der Statt-Partei, die sich am 19. Juni gegründet hat, nicht so sehr. Sie will vor allem "mit neuen Menschen gegen den alten Filz in Berlin" angehen. Politik und öffentliche Unternehmen sollen entflochten, Bürger mehr in Entscheidungen und Verantwortungen einbezogen werden - deshalb hofft die Partei auch auf die Kooperation mit Bürgerinitiativen. Der öffentliche Dienst ist den Stattlern zu aufgebläht, wie man ihn entblähen könnte, sagen sie aber vorerst lieber nicht.

Die Jungen

"WIR - Jugend.Macht.Politik" ist der Name der Berliner Jugendpartei. Am 29. Juni hat sie sich gegründet, 26 Mitglieder zwischen 15 und 23 gibt es derzeit, und der Name ist Programm: Sie finden, dass sie, also die jungen Leute, in der Politik mitmischen müssen, da es ja um die Zukunft geht. Im "Rahmen für ein Parteiprogramm" wird das konkreter: Da steht "Freiheit statt Sicherheit". Das heißt: Schul- und Wehrpflicht sollen weg, ebenso Bettelverbote in der Öffentlichkeit. Die vollkommene Freiheit bei "der Wahl der Kleider oder auch der Nacktheit", die Demokratisierung von Schulen und Universitäten, und auch das Recht auf Erwerb und Konsum von Drogen werden gefordert.

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