Berlin : Berlin vor der Wahl: Soll das Brandenburger Tor für den Verkehr geöffnet werden?

Klaus Wowereit: Der Pariser Platz wird nach dem Abschluss der Neubaumaßnahmen einer der schönsten Plätze der Stadt sein. Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins. Es wäre schade, wenn der Autoverkehr diesen Ort, an dem die Gäste der Stadt wie auch die Berliner gerne verweilen, dominieren würde. Solange der Ost-West-Verkehr es erfordert, bleibt das Brandenburger Tor für den Autoverkehr geöffnet.

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Frank Steffel: Ja! Die CDU will in Berlin kein Nadelöhr mehr. Die CDU will einen fließenden Ost-West-Verkehr. Wir werden das Brandenburger Tor für den PKW-Verkehr freigeben und sicherstellen, dass die Französische Straße bis zur Ebertstraße durchgebaut wird. Ein Tunnel vom Standbild Friedrich II. bis zur Siegessäule wäre zwar für den Erhalt des Tores besser, ist aber derzeit nicht zu finanzieren.

Gregor Gysi: Berlin muss sorgsam mit seinen Schätzen umgehen. Die Touristenattraktion Brandenburger Tor leidet unter der Belastung des Durchgangsverkehrs. Der Pariser Platz wird an Qualität gewinnen, wenn er vom Verkehr freigehalten wird. Die Umfahrungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe sind vorhanden oder werden geschaffen. Das Tor sollte für den Autoverkehr geschlossen werden.

Sibyll Klotz: Nein, sondern nur für die Fußgänger und den Fahrradverkehr. Der Pariser Platz wird so vom Autostau befreit. Wir wollen, dass der Platz eine Stätte des Aufenthalts, der Begegnungen, der Konzerte, der Staatsbesuche und der Kommunikation wird. Und das Brandenburger Tor muss vor dem Autoverkehr, der ohnehin lediglich in einer Richtung verkehren kann, geschützt werden.

Günter Rexrodt: Die Durchfahrt durch das Brandenburger Tor muss erhalten bleiben! Es gibt immer noch viel zu wenige Ost-West Straßenverbindungen rund um das Zentrum der Stadt. Das Brandenburger Tor als Symbol der Deutschen Einheit verbindet die Stadt. Den Durchgangsverkehr durch das Tor zu unterbinden, wäre deshalb ein falsches Signal, da es an die Zeit der Teilung erinnert.

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