Berlin : Berlin vor der Wahl: Was soll auf den Platz kommen, auf dem das Stadtschloss stand?

Klaus Wowereit: Der Umgang mit der Geschichte an diesem wichtigen Ort kann nicht politisch verordnet werden. Es ist gut, dass eine große Überstimmung darüber entstanden ist, dass hier eine repräsentative öffentliche Nutzung ihren Platz finden sollte. Ich wünsche mir, dass das Haus mit Leben erfüllt wird - also mehr als Museen hineinkommen. Nicht nur die Fassade, auch der Inhalt wird entscheidend sein.

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Frank Steffel: Die CDU will den Ausbau des Berliner Stadtschlosses am historischen Ort, mit historischer Fassade. Die Nutzung sollte öffentlich und vielseitig sein. Auch die Humboldt-Uni oder ein namenhaftes Museum könnten sich des Baus annehmen. In jedem Falle sollte die öffentliche Hand wie beim "Mahnmal für die ermordeten Juden Europas" das Grundstück kostenfrei zur Verfügung stellen.

Gregor Gysi: Für längere Zeit wird dort der asbestfreie, technische Rohbau des Palastes der Republik stehen. Ich wünsche mir, dass er und vor allem seine Nutzungsgeschichte in ein neues Gebäudeensemble integriert wird wie das Schloss mit seiner Geschichte. Ein kultur- und wissensbasiertes Bürgerforum soll künftig den Schlossplatz beleben - offen für alle und mit internationaler Ausstrahlung.

Sybill Klotz: Wichtiger als die Gestaltung ist für uns die öffentliche Nutzung. Der Schlossplatz als zentraler Ort Berlins muss ein Forum nationaler und internationaler Begegnung und Verständigung werden. Die Kopie des Stadtschlosses lehnen wir ab. Die Gestaltung des Schlossplatzes soll spannend sein, den Ausgleich der unterschiedlichen Interessen beinhalten und historische Entwicklungen einschließen.

Günter Rexrodt: Die FDP ist für den Wiederaufbau des Stadtschlosses. Der "Palast der Republik" ist nicht erhaltenswert. Wenn die Asbestsanierung im Palast abgeschlossen ist, bleibt von dem ehemaligen Renommierbau der DDR nur noch ein Betonskelett. Berlin fehlt es bislang auch an großen repräsentativen Sälen. Hier kann das wieder aufgebaute Stadtschloss Abhilfe schaffen.

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