Berlin : Berlin wird allmählich größer

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Mehr Zuwanderer aus dem In und Ausland Berlin wächst. Seit dem Jahr 2000, als die Bevölkerungszahl mit 3,383 Millionen einen Tiefpunkt erreichte, wird die Stadt langsam, aber stetig größer. Ende Juni 2006, vermeldete gestern das Statistische Landesamt, lag die Einwohnerzahl bei 3,391 Millionen. Das sind 3600 Berliner mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Ausländer, die in der Hauptstadt wohnen, stieg im selben Zeitraum überproportional um 10 400 auf 469 000. Der Ausländeranteil liegt inzwischen bei 13,8 Prozent.

Ursache des Bevölkerungswachstums ist die Zuwanderung nach Berlin. Denn auch im ersten Halbjahr 2006 starben mehr Menschen (500) als lebend geboren wurden. Der sogenannte Sterbeüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr aber verringert. Die Neu-Berliner kamen vorwiegend aus dem Ausland: Der Wanderungsgewinn lag bei 4500 im ersten Halbjahr 2006. Aus den ostdeutschen Bundesländern zogen 3200 Personen mehr nach Berlin als abgewandert sind. Der Wanderungsgewinn gegenüber den alten Ländern betrug 1600.

Nur im Austausch mit dem brandenburgischen Umland („engerer Verflechtungsraum“) ging Berlin – wie seit Jahren schon – als Verlierer hervor. Der Wanderungsverlust lag bei 3000 Menschen. Das ist etwas weniger als im ersten Halbjahr 2005 (3600). Seit dem Fall der Mauer zogen insgesamt 215 000 Berliner mehr ins Umland als aus dem „Speckgürtel“ in die Stadt gekommen sind. 1998/99 war der Höhepunkt der Stadtflucht. Allein in diesen beiden Jahren lag der Wanderungsverlust bei 51 500. Aber auch innerhalb der Stadt beweisen die Berliner ihre hohe Mobilität. Jeden Monat ziehen durchschnittlich über 30 000 Menschen um, ohne Berlin zu verlassen.

Und hier noch eine letzte Zahl, besonders interessant für männliche Singles: Die Statistiker verzeichneten in Berlin Ende Juni 2006 einen geringfügigen Frauenüberschuss von 51 Prozent. za

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