Berlinale 2012 : Diese Stars sind dabei

Am Dienstag gibt die Berlinale bekannt, welche Stars dabei sind. Wir verraten schon jetzt, wer auf dem roten Teppich erwartet wird.

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Wer hätte gedacht, dass Maggie Thatcher den Berliner Filmfestspielen einmal Glanz verleihen würde? Meryl Streep hat das mit ihrem neuen Film "The Iron Lady" geschafft. Bei der Berlinale bekam sie den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Foto: rtrWeitere Bilder anzeigen
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30.01.2012 09:57Wer hätte gedacht, dass Maggie Thatcher den Berliner Filmfestspielen einmal Glanz verleihen würde? Meryl Streep hat das mit ihrem...

Eigentlich schade, dass die Zeit der Fridericus-Rex-Filme wohl endgültig vorbei ist. Man müsste ja nicht den „Hunde, wollt ihr ewig leben“-Fritz betonen, der „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“-Friedrich tät’s ja auch und wäre mit den modernen Zeiten ohne Weiteres kompatibel. Aber nein, kein Fritz, kein Friedrich – und daher auch kein Dreispitz als Pflichtkopfbedeckung der Herren bei der Eröffnungsgala zur Berlinale am 9. Februar. Königlich wird es dabei dennoch zugehen, nur eben nicht im Hohenzollern-Stil, sondern in dem der Bourbonen. Denn „Leb wohl, meine Königin!“, der Titel des Eröffnungsfilms von Benoît Jacquot, zielt natürlich auf die arme Marie Antoinette, wenngleich der Film die Anfangstage der Französischen Revolution eher aus der Sicht ihrer Vorleserin Sidonie Laborde schildert.

Gut möglich, dass dabei der berühmte majestätische Satz fällt: „Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es doch Kuchen essen“ – Diane Kruger müsste ihn aussprechen, und vielleicht hört Léa Seydoux dabei zu.

Die beiden Schauspielerinnen und ihr Regisseur sind die Vorhut der Glamourkohorten der folgenden anderthalb Wochen und die Topstars des ersten Festivalabends. Ohne den einen oder anderen Monarchen kommt eben auch so eine demokratische Veranstaltung wie die Berlinale nicht aus. Im Vorjahr erstrahlte der Ruhm von König George VI. in „The King’s Speech“, diesmal glänzt neben Marie Antoinette von Frankreich die von der Schwedin Alicia Vikander (Shootingstar der Berlinale 2011) gespielte Caroline Mathilde von Dänemark.

Eine ebenfalls bedauernswerte Königin, geschlagen mit einem wahnsinnigen Gemahl, König Christian VII., und auch der Trost der Liebe zu dem deutschen Arzt und Aufklärer Johann F. Struensee wird ihr genommen: Am 28. April 1772 verlor er in Kopenhagen seinen Kopf, seine Geliebte hingegen wurde von dem irren Christian geschieden und auf das Schloss im niedersächsischen Celle verbannt.

Gespielt wird Struensee von Mads Mikkelsen, der erst Anfang Dezember in Berlin den europäischen Filmpreis entgegennehmen konnte und zur Berlinale zurückkehrt, samt seinen Kollegen Alicia Vikander, Trine Dyrholm und Davis Dencik sowie Nicolaj Arcel, dem Regisseur des Wettbewerbsfilms „Die Königin und der Leibarzt“. Léa Sedoux ist dann gleich noch einmal in „Sister“ von Ursula Meier zu sehen, ebenfalls im Wettbewerb.

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