Berlin : Berlinale-Kino war völlig überbucht - Viele mussten draußen bleiben

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Ein völlig überfüllter Kinoraum, Rangeleien zwischen Ordnungspersonal und Zuschauern, Kaufkarten, die vor dem Kinoeingang nichts mehr nutzten - für manch einen war die Berlinale-Aufführung von Paul Wegeners "Golem" am Sonntagabend nicht der erhoffte Kinospaß. Rund 270 Zuschauer passen in Kino 9 des Cinemaxx am Potsdamer Platz, Ort der Retrospektive, hinein. 500 weitere Interessenten, so schätzt man bei der veranstaltenden Stiftung Deutsche Kinemathek, hatte es gegeben.

Der Stummfilmklassiker von 1920 wurde in einer restaurierten Fassung gezeigt, mit dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und dem Seraphin-Quartett Dresden. Ausweichmöglichkeiten in ein größeres Kino habe es keine gegeben, wegen der erforderlichen Abspielgeschwindigkeit sei ohnehin nicht jedes Kino geeignet, sagte Wolfgang Jacobsen von der Stiftung auf Anfrage. Die Gründe für das Durcheinander konnte er gestern noch nicht ganz überblicken. Es sei ein Problem, dass bestimmte Festivalausweise für die Retrospektive den Zugang ohne Karten ermöglichen, so könne es eben zum Überbuchen kommen. Massiv wie diesmal sei das Problem aber noch nie aufgetreten. Es sei "peinlich und ärgerlich", man wolle sich dafür entschuldigen.

Vor dem Kino hatte sich vor der Vorstellung eine Menge von vielleicht 60 Besuchern gebildet, der Zugang war aber versperrt, auch Ticketbesitzer mussten warten. Viertel nach acht hieß es, nur die nächsten zehn Ticketbesitzer kämen rein. Daraufhin kam es zu Gerangel, Fäuste wurden geschwungen. Eine weitere Gruppe durfte hinein, der Rest musste gehen. Die Aufführung war ein großer Erfolg.

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