Berlinale : Madonna tanzt an

Die Berlinale bestätigt das Regiedebüt von Popstar Madonna als Teil des Panorama-Programms. Auch das Kommen von Isabella Rossellini kann als sicher verbucht werden.

Madonna
Warten auf die Diva. Als Sängerin war Madonna zuletzt 2001 in Berlin. Nun ist sie Gast der Berlinale. -Foto: dpa

Nein, man könne Madonnas Kommen natürlich nicht garantieren, aber „es sieht nicht schlecht aus“ – so zurückhaltend, zugleich aber hoffnungsfroh antwortete man gestern bei der Panorama-Sektion der Berlinale auf die Frage, ob die Regiedebütantin ihren ersten Film „Filth and Wisdom“ auch selbst auf dem Festival vorstellen werde. In der Regel ist das so: Die Regisseure der Filme, sei es im Wettbewerb, im Panorama oder im Forum, präsentieren ihre Werke leibhaftig, den Journalisten auf einer Pressekonferenz, dem Publikum bei der Premiere.

Erste Spekulationen, dass der 30- bis 50-minütige Kurzfilm samt Regisseurin auf dem Festival (7.–17. Februar) vertreten sein würde, hatte es, wie berichtet, kurz vor Weihnachten gegeben. Gestern nun wurde „Filth and Wisdom“ als britischer Beitrag fürs Panorama-Programm bestätigt. Die mit dem Regisseur Guy Ritchie verheiratete Sängerin und Schauspielerin tritt in ihrem Film nicht auf. Die Komödie spielt in der russischen Immigrantenszene, Hauptdarsteller sind Stephen Graham, Robert E. Grant und der Sänger Eugene Hütz. Er gehört zu der Gipsy-Punkband Gogol Bordello, die Madonna Anfang Juli beim Live-Earth-Konzert im Londoner Wembley-Stadion zu „La Isla Bonita“ begleitet hatte.

In der Regel kommen die Regisseure persönlich nach Berlin. Auch Ben Kingsley ist einer der Stars, mit denen das Panorama seine Premieren schmücken könnte. Er spielt gemeinsam mit Thomas Kretschmann in dem Film „Transsiberian“ mit. Auch hier kann die Panorama-Crew noch nichts Definitives sagen – zu so einem frühen Zeitpunkt sind eben Aussagen über die Berlinale-Gäste hochspekulativ. Umgekehrt hat es in der Vergangenheit auch immer wieder selbst kurzfristige Absagen von Kandidaten gegeben, deren Kommen als todsicher galt.

Dass allerdings Isabella Rossellini sich die Chance entgehen ließe, ihren Kurzfilm „Green Porno“, Beitrag im Forum, hier persönlich vorzustellen, kann als ausgeschlossen gelten. Sie gehört nach vielen Festivalbesuchen praktisch zu dessen Inventar. Auch Regielegende Francesco Rosi darf als sicher verbucht werden, wird ihm zur Hommage doch auch der Goldene Ehrenbär überreicht.

Nur hoffen darf man dagegen auf Daniel Day-Lewis, Hauptdarsteller in Paul Thomas Andersons „There Will Be Blood“, einer Verfilmung von Upton Sinclairs Roman „Oil“, die bereits als Wettbewerbsbeitrag bekannt gegeben wurde. Ähnliches gilt für Gillian Jacobs, Evan Ross, Tom Arnold und John Malkovich, Darsteller in dem Film „Gardens of the Night“ von Damian Harris. ac

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