Berlin : Berlinale-Tickets: Anstehen und Tee trinken

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Für ein Picknick der besonderen Art hat sich Gabriela Osterburg am Dienstag extra einen Vormittag freigenommen. Seit sechs Uhr morgens sitzt die 44jährige Rechtspflegerin aus Tempelhof zusammen mit ihrem Mann auf einer Decke in den Potsdamer Platz Arkaden, isst mitgebrachte Brötchen – und wartet. Die beiden sind Berlinale-Profis. Seit 30 Jahren immer dasselbe Ritual: Ansitzen auf die Karten. Wer welche will, darf nicht zu spät kommen. Auch, wenn die Schalter erst um zehn Uhr öffnen.

Rings um die Osterburgs warteten gestern morgen 100 Cineasten zum Teil schon seit fünf Uhr früh auf den Start des Karten-Vorverkaufs. Dafür kamen sie schnell an Tickets. Denn schon um 11.30 Uhr musste man an den sieben Schaltern am Potsdamer Platz bis zu eine Stunde anstehen. Tickets sind ab sofort immer drei Tage vor der Vorstellung, für Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus erhältlich. Zwei Euro mehr zahlt man, wenn man die Karten im Internet oder an Kinokassen kauft. Die Preise liegen zwischen drei und elf Euro.

Für die Osterburgs hat sich das Warten gelohnt. Sie ergatterten Karten für ihre Wunschfilme Asylum, Thumbsucker und Hotel Rwanda. Schon um 13.30 Uhr waren beinahe alle Tickets für die Freitagsvorführung der drei Filme vergriffen. Doch es gibt Hoffnung: Allen, die im Vorverkauf keine Karten mehr bekommen haben, rät Peter Böhme, Leiter des Kartenbüros, an die Abendkassen zu kommen. Selbst bei begehrten Premierenfilmen bestehe eine gute Chance, Restkarten zu erhalten. nw

Berlinale-Vorverkaufskassen bis 20. Februar in den Potsdamer-Platz-Arkaden, im Kino International, Karl-Marx-Allee 3, und im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, täglich 10 bis 20 Uhr. Mehr Informationen sind auch im Internet unter unter www.berlinale.de zu finden.

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