Berlin : Berliner Ampelnetz: Strieder will die 1950 Ampeln privatisieren

Das Berliner Ampelnetz soll privatisiert werden. Nach Plänen von Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) sollen Bau, Wartung und Steuerung der rund 1950 Ampelanlagen künftig von einem privaten Unternehmen übernommen werden, um Kosten zu sparen, berichtet die Zeitung "Welt am Sonntag". Derzeit würden vier Verkehrsmanagementfirmen aufgefordert, ein Konzept zu entwickeln, sagte Ressort-Sprecherin Petra Reetz dem Blatt. Sie sollen prüfen, welche Bereiche privatisiert werden können und welche in der Verantwortung der Verwaltung bleiben müssen. Mit einem Ergebnis sei zum Jahresende zu rechnen. Im Anschluss könne eine europaweite Ausschreibung beginnen.

Der bisherige Wartungsvertrag mit Siemens für einen Großteil der Ampeln laufe zum Jahresende aus. Reetz stellte eine "befristete Verlängerung" in Aussicht. Allein der Unterhalt der Signalanlagen kostet Berlin rund 20 Millionen Mark im Jahr.

Im Vorjahr war die Wartung der Berliner Gaslaternen privatisiert worden. 154 Jahre lang hatte zuvor die Gasag die Leuchten repariert.

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