Berliner Ansichten : Claudia Keller gratuliert den Quartiersmanagern zum Geburtstag

Claudia Keller gratuliert den Quartiersmanagern zum Geburtstag

Sie bringen Menschen zusammen, die sonst nicht miteinander reden. Sie löschen, wenn es im Kiez brennt und zeigen den Berlinern, dass das Glück manchmal vor der Haustür liegt. Aber vor allem arbeiten sie daran, dass sie selbst überflüssig werden . Die Quartiersmanager, eine geniale Erfindung, feiern dieser Tage zehnjähriges Bestehen. In einigen Kiezen sind die professionellen Helfer wieder abgezogen, weil sich die Bewohner jetzt selbst helfen oder weil die Viertel so attraktiv geworden sind, dass neue Leute zugezogen sind und sich die Probleme in Luft aufgelöst haben. Die 20 Millionen Euro, die der Bund, das Land und die EU jedes Jahr in das Quartiersmanagement stecken, sind also gut aufgehoben. Noch besser wäre das Geld aber dann investiert, wenn nicht alle drei bis fünf Jahre neue Projekte aufgelegt werden müssten, weil das die bürokratischen Strukturen so verlangen. Denn oft ist es leider so: Kaum läuft etwas richtig gut, wird es eingestellt. Kurzatmigkeit tut der Wirtschaft nicht gut und erst recht nicht, wenn es um den sozialen Bereich geht. Der Erfolg in der Arbeit mit Menschen lässt sich nicht in Quartalszahlen messen. (Seite 8)

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