Berliner Ansichten : Heiß auf Berlin

Andreas Conrad packt schon mal die Badehose ein

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Die Sonne scheint mir auf den Bauch – soll sie auch.“ Auf solch einen Gedanken kann man als Hamburger, als Bayer, als Sachse wie auch als Niedersachse kommen, doch keiner ist dazu so berechtigt wie der Berliner. Denn unter den 16 Bundesländern ist die Stadt an der Spree laut den Statistiken des Deutschen Wetterdienstes mit Abstand das wärmste: 9,1 Grad im Jahresdurchschnitt, während es in Bayern mit 7,5 Grad am kältesten ist. Zugegeben, das gilt nur für Berlin als Bundesland, im Städtevergleich sieht es schon ein wenig anders aus: Da gibt es im Westen und Südwesten der Republik wärmere Orte, beispielsweise Freiburg, Mannheim und Karlsruhe mit 10,5 Grad, aber egal: Rekord bleibt Rekord! Auch klimatisch gesehen sind wir also Spitze, das muss das Gemüt des Hauptstädters wärmen, gerade in wechselhaften Tagen wie diesen. Schade nur, dass man sich bei der Wiederaufforstung des Tiergartens nach dem Krieg für die traditionelle Bepflanzung entschied und nicht etwa einen ausgedehnten Palmenhain. Angesichts des grassierenden Klimawandels wird man darüber noch einmal nachdenken müssen, vielleicht schaffen wir es mittelfristig ja sogar, wärmste Stadt Deutschlands zu werden. Nur Eisbär Knut würde dann wohl böse knurren.

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