Berliner Ansichten : Werner van Bebber begrüßt einen neuen Trend in der Stadtplanung

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Die neueste Ideensammlung zum „Rathausforum“ in Mitte bestätigt einen Trend, der in der Stadtplanung seit längerem zu beobachten ist – den Trend zur Verlandschaftung der Stadt. Das hat was. Häuser, zumal große, zumal so riesige wie das Schloss, sind eigentlich out. Häuser ziehen bloß Neid auf sich, machen Ärger, werden mit Farbbeuteln beworfen und müssen klimaschädlich beheizt werden. Stadtplaner von heute wissen, dass es in Berlin genug Häuser gibt und ahnen, dass sie den Leuten mehr Freude mit Kultur-Natur machen: schöne große Becken für die Spree dort, wo jetzt noch Steinmassen den natürlichen Fluss des Wassers hemmen; eine Wiese, wo das Schlossforum sich befand, damit man sich mitten in der Stadt frei ergehen kann. Der Stadtplaner von heute ist Landschaftsgärtner. Der neue Trend passt auch besser als neue Großbauvorhaben zu den Groß-Aufgaben, die in Berlin zu lösen sind, denn der eine Ex-Flughafen (Tempelhof) ist noch nicht sinnvoll überplant, da sind schon Ideen für den Fast-Ex-Flughafen Tegel gefordert. Was nach Wasserbecken und Wiesen noch fehlt, wären eine kleine Wüste und ein innerstädtisches Moor.

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