Berliner Ansichten : Werner van Bebber verirrt sich in der Werbepsychologie

Werner van Bebber verirrt sich in der Werbepsychologie

Von Tag zu Tag xtc HP mit Kontur

Das umstrittene CDU-Großplakat am Charlottenburger Tor wird neutralisiert. „CDU“ kommt weg. „Wir haben die Kraft“ kommt weg. Anstelle der Kraft-Partei-Werbung soll in gut einer Woche ein Aufruf zu lesen sein: „Bitte gehen Sie am 27. September zur Wahl“. Oder so. Damit ist der Streit zwischen Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU), der Stiftung Denkmalschutz, deren Werbepartner Megaposter und der CDU formell beigelegt. Die Stiftung erklärt: „Die Beteiligten sind sich darüber einig, dass die CDU Deutschland für diese Auseinandersetzung keinen Anlass gegeben hat.“ Konflikt beendet? Von wegen. Das Großplakat wird nun erst recht zum Schlachtfeld der Wahlwerber, Psychologen, Hirnforscher und Seelengucker.  Was lesen die Leute wirklich, wenn sie das neue Plakat sehen? Immer noch CDU? Und kommt es wie Lengsfelds Dekolleté-Plakat ins Museum? Wie kann die SPD am Charlottenburger Tor gleichziehen? Mit einer Mahnwache? Kriegt die CDU nun eigentlich die Kosten des Wahlaufrufs erstattet? Ist das der kommunikative Super-Gau oder das Gegenteil?

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben