Berlin : Berliner Badestellen: Alles klar an den Seen

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Mit seinen vielen sauberen innerstädtischen Seen und Badestellen steht Berlin nicht nur nach Ansicht der hiesigen Gesundheitsbehörden im europäischen Vergleich gut da. Dies wird auch durch den gestern von der Europäischen Kommission veröffentlichen Badewasserreport 2000 bestätigt. Der Bericht, in dem die Daten des vergangenen Jahres zusammengefasst sind, gibt Aufschluss über die Wasserqualität an den Küsten und in den europäischen Binnengewässern.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheitsschutzes (Lagetsi) ist derzeit lediglich beim Halensee und beim Freibad Heiligensee die Wasserqualität mangelhaft, so dass vom Baden abgeraten wird. "Der Halensee ist wegen seiner Kessellage schon seit Jahren unser Dauerpatient", sagt Lagetsi-Sprecher Robert Rath. Allerding empfiehlt das Amt, generell auch in der Kleinen Wannseekette mit Stölpchensee, Pohlesee, Griebnitzsee und Glienicker Lake, wegen der stark schwankenden Wasserqualität aus hygienischen Gründen auf das Baden zu verzichten. Die Güte des Wassers wird dort häufig von Einleitungen aus dem Teltwokanal beeinträchtigt. Grafik: Wasserqualität an Berliner Badestellen Zur Reinheit der Berliner Seen können die Badenden nach Raths Angaben auch selber beitragen, indem sie zum Beispiel darauf verzichten, sich im Wasser zu erleichtern. Auch Essensreste, die am Ufer liegen gelassen und beim nächsten Regen ins Wasser gespült werden, tragen zur Verunreinigung bei. In Verbindung mit hohen Temperaturen kann dies durchaus dazu beitragen, einen See zum Umkippen zu bringen.

Mit den toxischen Blaualgen ist erst nach einer längeren Wärmeperiode zu rechnen, erfahrungsgemäß kommen diese erst im August verstärkt vor. Aber auch jetzt hatten sich schon nach den ersten heißen Tagen in den Seen andere Algen gebildet. Im vergangenen Jahr war aufgrund der kühleren Witterung die Algenbelastung relativ gering gewesen.

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