Berliner Bäderbetriebe : Bald gibt es online Tickets fürs Schwimmen

Der Chef der Berliner Bäderbetriebe, Ole Bested Hensing, spricht von einer "gemächlichen Sommersaison". Die Sportpolitiker fordern mehr Kundennähe. In einigen Bädern kann man bereits mit EC-Karte zahlen. Und bald soll es Eintrittskarten auch online geben.

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In der Hitze gibt's nichts schöneres. Aber der Betrieb der Bäder ist stark vom Wetter abhängig.
In der Hitze gibt's nichts schöneres. Aber der Betrieb der Bäder ist stark vom Wetter abhängig.Foto: dpa

Der Chef der Berliner Bäderbetriebe, Ole Bested Hensing, ist mit dem Geschäft zufrieden. „Es ist eine gemächliche Sommersaison“, sagte er im Sportausschuss. Im Mai und Juni seien die Einnahmen um 20 Prozent gestiegen, die Kosten um 13 Prozent gesenkt worden. „Wir haben eine Million Euro weniger Verlust als im Vorjahr“, sagte Bested Hensing. Erfreulich sei, dass das Außenbecken im Kombibad Gropiusstadt und das Sommerbad in Spandau-Süd geöffnet werden konnten. In Berlin gibt es 26 Sommer- und Strandbäder.

Tarifstruktur

SPD-Sportpolitiker Dennis Buchner forderte, kurzfristige Änderungen der Bäder-Öffnungszeiten auf der Internet-Seite bekannt zu geben. „Mehr Kundenorientierung“ sei notwendig, sagten Buchner und Sportpolitikerin Gabi Hiller von der Linksfraktion. Bested Hensing sagte, dass „in einigen Bädern“ mit EC-Karten bezahlt werden könne. „Bald“ könne man auch online Tickets erwerben. Eine Zeitangabe machte er nicht. In den Sommerbädern gilt ein Kurzzeittarif von 3,50 Euro vor acht Uhr für eine Dreiviertelstunde Schwimmen plus 20 Minuten Umkeide- und Duschzeit. Dieser Tarif gilt auch montags bis freitags in den Sommerbädern ab 1 Stunde und 15 Minuten vor Schließung.

Bäderkonzept

Das Konzept sollte im Juni vorliegen. Wann damit gerechnet werden könne, fragten Martin Beck (Grüne) und Andreas Baum (Piraten). Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) sagte, der Bericht sei im Abstimmungsverfahren. Die Bäder-Betriebe schieben einen dauerhaften Fehlbetrag von 5,6 Millionen Euro vor sich her. Das Land pumpt jährlich 50 Millionen Euro in den Betrieb, davon 45 Millionen für den laufenden Betrieb. 2013 wurden 6,47 Millionen Besucher gezählt – 6,11 Millionen 2012.

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