Berliner Bevölkerung : Meldeämter beziffern Zahl der Syrer in Berlin mit 18000

Innerhalb von zwölf Monaten verdoppelte sich die Zahl der Syrer, die einen Wohnsitz in Berlin haben.

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Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien mit melderechtlich erfasstem Wohnsitz Berlin nimmt stark zu. Foto: Matthias Bein/dpa
Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien mit melderechtlich erfasstem Wohnsitz Berlin nimmt stark zu.Foto: Matthias Bein/dpa

Obwohl die Behörden bei der Erfassung der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten kaum hinterherkommen, hat sich die große Zahl von Neu-Berlinern aus Syrien in die Melde-Statistik niedergeschlagen. Stand Ende Dezember waren in der Stadt 18000 Menschen aus Syrien gemeldet, 11500 mehr als Anfang des Jahres.

Auch die Zahl der Berliner Rumänen wuchs

Das ist der mit Abstand größte größte Zuwachs unter den Ausländer-Gruppen in der Stadt: Aus Rumänien, wo die zweitmeisten Neu-Berliner herkommen, meldeten sich im vergangenen Jahr rund 2900 Menschen in Berlin als neuem Wohnsitz an, 16500 Rumänen sind insgesamt hier gemeldet. Größer noch ist die bulgarische Gemeinde (24200 Menschen; plus 2800 in 2015).

Neue Deutsche in Berlin? Plus 250 laut Melderegister

Bemerkenswerte Erkenntnis der Meldeämter außerdem: Die Bevölkerung Berlins wächst fast ausschließlich durch den Zuzug von Ausländern, die deutsche Bevölkerung bleibt nahezu konstant (plus 250 neu gemeldete Menschen).

Insgesamt hatten Ende vergangenen Jahres 3,61 Millionen Menschen einen Hauptwohnsitz in Berlin. Davon stammen rund 621000 Menschen aus dem Ausland. Die mit Abstand größte Gruppe der in Berlin gemeldeten Ausländer stellen Menschen aus der Türkei: 98000. Auch deren Zahl verändert sich nur geringfügig, Berlin verlor 700 Menschen mit türkischem Pass im vergangenen Jahr.

Bis zu 90000 Flüchtlinge kamen in Berlin an, aber wie viele bleiben, ist unklar

Ob die Syrer den Türken den Rang als größte ausländische Berlin-Comunity strittig machen könnte, bleibt abzuwarten. Seit Anfang 2015 kamen rund 88000 Flüchtlinge in Berlin an, laut Senatsverwaltung für Soziales. Aber nur rund 58000 seien heute noch in Unterkünften, Hostels und Wohnungen untergebracht. Wie viele sich selbst Wohnungen gesucht haben und in der Stadt leben, kann niemand sagen. Hinzu kommen die Menschen, die in den Jahren zuvor bereits nach Berlin kamen. Viele dieser Menschen stammen aus Syrien, aber auch aus anderen afrikanischen Ländern und Afghanistan sowie Osteuropa kamen viele nach Berlin. Durch die Ausweitung der Zahl "sicherer Herkunftsstaaten" verringerte sich der Zuzug aus Osteuropa.

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