Berlin : Berliner Biker bleibt in Algerien vermisst Weiterhin keine Nachricht

von dem in der Sahara verschollenen Touristen

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Fünf der sechs befreiten deutschen Geiseln stammen aus Bayern. Eine weitere kommt angeblich aus Norddeutschland. Damit ist das Schicksal des Berliners Christian G. weiter ungeklärt. Er gehört zu den zehn noch in Algerien vermissten Deutschen. Seit dem 22. Februar fehlt von Christian G. jede Spur. Gemeinsam mit zwei weiteren Motorradfahrern aus Deutschland und einem aus den Niederlanden war er im Südosten Algeriens unterwegs. Zuletzt wurde er in der Nähe der Wüstensiedlung Illizi gesehen, rund 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier.

Bekannte von Christian G. wollten von Anfang an nicht an einen Unfall oder eine Panne glauben, von denen algerische Behörden sprachen. Die Biker seien unabhängig voneinander gefahren. Alle galten als „Saharaerfahren“. Dass sich die Männer verirrt haben sollten, galt als unwahrscheinlich. Denn sie orientierten sich mithilfe moderner Satellitennavigation. Dennoch begingen Christian G. und seine Begleiter offenbar einen Fehler. Ihre letzte Tour unternahmen sie ohne örtliche Führer. Purer Leichtsinn, denn die Region gilt als unsicher. Die Entführer hatten leichtes Spiel.

Der Berliner Anwalt von Christian G. wollte gestern nichts darüber sagen, ob er vom Außenministerium nähere Informationen erhalten habe. Auch bei der Innenverwaltung verwies man auf das Auswärtige Amt, dass die Federführung in dem Fall innehabe. Bekannt ist lediglich, dass sich Freunde des verschwundenen Berliners in die Suche eingeschaltet hatten. koc

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