Berlin : Berliner CDU-Affäre: Strieder sieht Landowsky wanken

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Für den SPD-Landesvorsitzenden Peter Strieder ist der Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Landowsky "nur eine Frage der Zeit". Strieder sagte am Sonntag dem Tagesspiegel, die Unzufriedenheit innerhalb der Union wachse. "Die CDU sortiert sich bereits intern." Die Aufklärung der Spendenaffäre sei noch nicht vorbei. Der Schaden, den Berlin davon getragen, sei außerhalb der Stadt deutlich spürbar. "Das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Berlin ist angeknackst." Beobachter hätten den Eindruck, "die Berliner Politik kann über die landeseigene Bankgesellschaft verfügen." Berlin müsse aufpassen, nicht "das Image der Dorftrottel" verpasst zu bekommen.

Auch SPD-Fraktionschef Klaus Wowereit sieht weiterhin einen hohen Aufklärungsbedarf in der CDU-Spendenaffäre. Der CDU-Landeschef Eberhard Diepgen müsse "personelle Konsequenzen bei den handelnden Personen ziehen", sagte Wowereit am Sonntag. Die CDU-Fraktion habe sich die Frage zu stellen, inwieweit Landowsky "noch handlungsfähig" sei.

Bis zur Aufklärung der Spendenaffäre gebe es noch "viele offene Fragen". Weder wisse man, warum die 40 000-Mark-Spende in bar übergeben wurde, noch sei geklärt, ob Klaus Wienhold das Geld von einem Privat-, oder einem Geschäftskonto abgehoben hatte. Im Prüfbericht heißt es lediglich, das Geld wurde "von einem Bankkonto bei der Berliner Volksbank" abgehoben.

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