Berlin : Berliner CDU: Landowsky lehnt Rücktritt ab

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Interne Unterlagen der Firma Aubis, die 1995 von der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank hohe Kredite erhielt, weisen auf einen Zusammenhang zwischen der Kreditvergabe und einer 40 000-Mark-Wahlkampfspende der Aubis-Geschäftsführer Klaus Wienhold und Christian Neuling an den Berliner CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky hin. Landowsky ist auch Vorstandssprecher der Hypothekenbank.

In einem Vermerk Wienholds, der vom Magazin "Spiegel" veröffentlicht wurde, heißt es: "Die schleppende Kreditbearbeitung habe ich bei der Berlin Hyp vorgetragen, man hat mir eine zügigere Bearbeitung zugesagt." Als Finanzdisposition aufgelistet wird die Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen an Wienhold und Neuling, je 75 000 Mark, ergänzt durch die Bemerkung: "Davon ist die zugesagte CDU-Spende für K. L. 40 TDM sicherzustellen, sie sollte unbedingt noch in diesem Jahr erfolgen." CDU-Landesgeschäftsführer Matthias Wambach bestätigte dem Tagesspiegel eine weitere Spende in Höhe von 5000 Mark, die im Juli 1999 an die CDU Charlottenburg von einem Max Sch. aus der Lindenallee 33 in Berlin überwiesen wurde. Das Haus stand damals leer und gehört laut Grundbuch Wienhold und Neuling.

Landowsky sagte dem Tagesspiegel zur Wahlkampfspende: "Da bleibt eine kleine Ecke an mir hängen, damit muss ich leben." Er habe aber das Gefühl, dass die CDU "recht geschlossen" hinter ihm stehe, und das mache ihn kämpferisch. Als CDU-Fraktionschef wolle er nicht zurücktreten. Der Grünen-Abgeordnete Christian Ströbele will die Landowsky-Spende vom Bundestags-Untersuchungsausschuss prüfen lassen.

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