Berlin : Berliner CDU: Start für den Steffel-Lauf

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Die türkischstämmige Ausländerbeauftragte in Tempelhof-Schöneberg, Emine Demirbüken, berät den CDU-Spitzenkandidaten Frank Steffel in der Jugend- und Ausländerpolitik. Steffel stellte sie gestern als erste seines Berater-Teams für Fachthemen vor, das "noch nicht komplett ist". Nach und nach will er etwa zehn Berater ernennen, die auch am CDU-Wahlprogramm mitarbeiten sollen. Ein Schattenkabinett soll es aber nicht sein. Nicht alle können sich im Senat wiederfinden, "wenn ich dann Regierender Bürgermeister bin."

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Berlin vor der Wahl Die 39-jährige Germanistin Demirbüken kam als türkisches Gastarbeiterkind nach Berlin, ist seit 1988 Ausländerbeauftragte (bis Ende 2000 in Schöneberg), seit 1992 Deutsche und seit 1995 CDU-Mitglied in Neukölln. Wie Steffel wertete sie ihre Wahlkampfrolle als Symbol für "Neuanfang und Erneuerung der Union". Damit habe Steffel "dieser Stadt eine großartige Chance geschenkt", meinte sie. Steffel versprach, mehr für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun, von längeren Kita-Öffnungszeiten bis zum Appell an Unternehmen, die berufliche Weiterbildung von Müttern zu erleichtern.

Frau Demirbüken konzentrierte sich auf das Thema Ausländer-Integration, die sie auf den Nenner brachte: Qualität statt Zuwandererquote. Alphabetisierungs-, Sprach- und Integrationskurse samt Wertevermittlung deutscher Kultur und Geschichte seien das Wichtigste. Von den 436 000 Ausländern in Berlin sind 128 000 Türken; hinzu kommen 40 000 türkischstämmige Deutsche. 60 000 Ausländer kommen aus dem ehemaligen Jugoslawien, 63 000 aus EU-Staaten. Ob Emine Demirbüken und andere türkischstämmige CDU-Mitglieder für das Abgeordnetenhaus kandidieren, ließen sie und Steffel allerdings offen.

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