• Berliner CDU vor der Bundestagswahl: Kandidiert Frank Henkel doch noch für die Liste?

Berliner CDU vor der Bundestagswahl : Kandidiert Frank Henkel doch noch für die Liste?

Die CDU will Frank Henkel nicht auf der Landesliste absichern. Er kann am Sonnabend eine Kampfkandidatur wagen.

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Am Samstag entscheidet die CDU Berlin über ihre Landesliste zur Bundestagswahl. Foto: dpa
Am Samstag entscheidet die CDU Berlin über ihre Landesliste zur Bundestagswahl.Foto: dpa

Die Delegierten der Berliner CDU wollen an diesem Sonnabend die Liste ihrer Bundestagskandidaten wählen. Der Vorschlag des Landesvorstands, am Dienstag einstimmig beschlossen, sieht die Landesvorsitzende, Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf dem ersten Listenplatz. Grütters braucht die Absicherung über die Landesliste. Sie kandidiert im Wahlkreis 085 Marzahn-Hellersdorf, dem Heimatbezirk der Linkspolitikerin Petra Pau. Diese hat den Wahlkreis fünfmal direkt gewonnen.

Auf dem zweiten CDU-Listenplatz kandidiert der Spandauer Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Kai Wegner. Auf den Listenplätze drei bis sieben wollen Jan-Marco Luczak (Tempelhof-Schöneberg), Thomas Heilmann (Steglitz-Zehlendorf – er hatte sich erst am vergangenen Sonntag gegen den bisherigen Direktbewerber Karl-Georg Wellmann durchgesetzt), Gottfried Ludewig (Pankow), Christina Schwarzer (Neukölln) und Klaus-Dieter Gröhler (Charlottenburg-Wilmersdorf) kandidieren.

Frank Henkel soll nicht auf die Liste

Frank Henkel, Innensenator der Jahre 2011 bis 2016 und Bundestagskandidat im Wahlkreis Mitte, soll dem Vorschlag des Vorstands zufolge nicht auf der Liste abgesichert werden. In der Partei hieß es, eine Mehrheit für Henkel sei überhaupt nicht abzusehen. Der Spitzenkandidat von 2011 und Grütters’ Vorgänger als Landesvorsitzender kann auf der Landesvertreterversammlung an diesem Sonnabend eine Kampfkandidatur wagen.

Parteiintern rechnet die Berliner CDU mit sieben Bundestagsmandaten. Bei der Wahl 2013 waren neun Mandate auf Kandidaten der Berliner CDU entfallen. Damals hatte zum Beispiel Gröhler das Direktmandat in Charlottenburg-Wilmersdorf gewonnen.

Vor dem Wahlkampf 2017 sieht es so aus, als könnten CDU-Kandidaten allenfalls in zwei Wahlkreisen, in Reinickendorf und in Steglitz-Zehlendorf, Mandate direkt gewinnen. In diesen beiden Wahlkreisen hat die CDU dem Wahlforschungsinstitut election.de zufolge einen Vorsprung. In Reinickendorf tritt der Unternehmer Frank Steffel an. Er hat den Wahlkreis 2009 und 2013 direkt gewonnen und will keinen Listenplatz.

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