Berlin : Berliner Chronik: 1. März 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

In wenigen Tagen, am 4. März, steht der Berliner Funkturm auf dem Messegelände genau 50 Jahre. Er ist mit 150 Meter Höhe einschließlich Antenne zwar nicht mehr das höchste Bauwerk in Berlin, aber noch immer ein Wahrzeichen und heute nicht weniger beliebt und beachtet als zur Zeit seiner Entstehung. Das schlanke auf einer Grundfläche von nur 20 mal 20 Meter stehende Gittermastbauwerk, einst in einer Ad-hoc-Planung konzipiert und binnen sechs Wochen von Monteuren aus 600 Tonnen Einzelteilen im Rohbau zusammengesetzt, nötigt noch immer Fachleuten wie Laien Bewunderung ab. Er ist ein Beispiel für eine wohldurchdachte technische Zwecklösung. Und seine volkstümliche Bezeichnung "Langer Lulatsch" weist ihn deutlich als anerkannte "Berliner Pflanze" aus. Sein Schöpfer, der Architekt Professor Heinrich Straumer, entwickelte die Konstruktion unter den Zwängen größter Finanzknappheit der zwanziger Jahre, und so hat denn auch der Funkturm nicht mehr als 450 000 Mark gekostet, einschließlich seines in 55 Meter Höhe liegenden Restaurants, der 126 Meter hohen oberen Aussichtsplattform, der 800 bis nach oben führenden Stufen und des Fahrstuhls.

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