Berlin : Berliner Chronik: 11. Dezember 1975

Bei dem diesjährigen amerikanisch-britischen Manöver im Grunewald ertrank in der Nacht zu Mittwoch ein amerikanischer Soldat. Er war Insasse eines Sturmbootes, das mit zwölf Personen auf der Havel in der Nähe von Schwanenwerder gekentert war. Die anderen Soldaten konnten sich an dem gekenterten Boot festhalten, bis sie von der Wasserschutzpolizei geborgen wurden. Bis zum Abend suchten mehrere Feuerlösch- und Polizeiboote, Taucher sowie amerikanische Spezialeinheiten nach dem Ertrunkenen. Am Abend wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. Gestern mittag dann stürzte im Forst Grunewald im Jagen 120 aus ungeklärten Gründen ein leichter britischer Panzerspähwagen um. Das Fahrzeug geriet in Brand. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. 2000 britische und amerikanische Soldaten, elf 45 Tonnen schwere M-60-Panzer und sieben 57 Tonnen wiegende ChieftainTanks manövrieren bis heute Vormittag unter dem Kommando des britischen Brigadegenerals Napier zwischen Havel und Avus, vom Teufelsberg immer weiter nach Süden vordringend, um drei Tage lang alliierte Zusammenarbeit zu üben.

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