BERLINER Chronik : 11. Juli 1982

Vor 25 Jahren berichteten wir über islamischen Religionsunterricht

An den Berliner Schulen mit ihrem hohen Anteil türkischer Kinder wird es vorerst keinen islamischen Religionsunterricht geben. Die „Föderation islamischer Vereinigungen und Gemeinden in Berlin“, die als Träger eines solchen Unterrichts hatte auftreten wollen, wird von der Senatsschulverwaltung demnächst eine Absage erhalten. Juristen in der Schul- und Justizverwaltung prüfen den Fall überdies unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten. Ein Teil dessen, was im Islam gelehrt werde, widerspreche der bundesdeutschen Rechtsordnung, erklärte ein Sprecher der Schulverwaltung. Über einen Religionsunterricht vor allem für die über 25 000 türkischen Schüler denkt man beim Senat bereits seit Jahren nach. Die Lehre des Propheten Mohammed hat die Schulrechtler jedoch in Schwierigkeiten gebracht.

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