Berlin : Berliner Chronik: 11. März 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Wiederholtes Sirenengeheul schreckte vor allem die Bewohner der südlichen Bezirke auf. Betroffen waren die Einwohner im amerikanischen Sektor, also in Zehlendorf, Steglitz, Schöneberg, Kreuzberg, Tempelhof und Neukölln. Die Polizei stellte zunächst fest, daß in ihrem Bereich niemand für die Sirenentöne verantwortlich sein könne, und verwies auf die Post. Es wurde die Vermutung geäußert, der Alarm sei versehentlich bei Kabelarbeiten ausgelöst worden. Die Post wies im Laufe des Nachmittags diesen Verdacht zurück. Ihre Betriebsdienststellen seien nicht mit derartigen Kabelarbeiten beschäftigt gewesen. Die Techniker der Polizei betonten daraufhin, es sei auch kein Bau- oder Meßtrupp der Polizei mit Kabeln in Berührung gekommen. Es wird nunmehr vermutet, daß ein Kabelbruch den "Störungsalarm" ausgelöst hat. Die Polizei wird heute einen Meßtrupp ausschicken, um die Schadenstelle zu orten. Im Oktober 1974 war Sirenen-Daueralarm durch starken Regen ausgelöst worden. Seinerzeit wurde vermutet, daß Feuchtigkeit in die Kabelstränge eingedrungen sei. Seit 1963 sind 200 Sirenen für eine Alarmierung der Bevölkerung in Katastrophenfällen in West-Berlin installiert.

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