Berlin : Berliner Chronik: 12. Dezember 1975

"Der Insulaner liebt keen Jetue nich" sangen Günter Neumann und seine "Insulaner". Um den "Insulaner", Trümmerberg in Schöneberg, wird sich im Frühsommer nächsten Jahres trotzdem einiges tun: Das 25-jährige Jubiläum - genau wäre es der 11. August 1976 - soll vor der großen Ferien-Reisewelle mit einem Volksfest und der Enthüllung eines Gedenksteins für den 1972 verstorbenen Kabarettisten Günter Neumann gefeiert werden. Voraussichtlich wird ein Wettbewerb zur Gestaltung des Gedenksteins ausgeschrieben, durch den der Autor und Komponist Neumann geehrt werden soll, dessen Kabarett-, Film- und Fernsehtexte aus der Berliner Nachkriegsgeschichte nicht wegzudenken sind. Zur 25-Jahr-Feier an Grazer Damm und Prellerweg soll auch die damalige Bezirksbürgermeisterin Dr. Ella Barowsky eingeladen werden, die am 11. August 1951 einen Gedenkstein enthüllte, der an die Entstehung des Insulaners zwischen 1946 und 1951 erinnert. "Forschen" will man in Schöneberg auch nach Schülern der Klasse, die damals den Namenswettbewerb gewonnen hatten. Der "Insulaner" ist heute mit rund 13 Hektar die ausgedehnteste Grünanlage Schönebergs, entstanden aus 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmermassen aus Berliner Bezirken, aufgeschüttet von 1200 bis 1500 Arbeitskräften - Arbeitslosen und Trümmerfrauen -, heute eine Erholungsanlage.

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