BERLINER Chronik : 12. Juli 1987

Vor 25 Jahren berichteten wir über einen Rettungseinsatz auf der Transitautobahn.

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Bei der Fahrt mit 23 psychisch kranken beziehungsweise an Epilepsie leidenden Kindern in die Ferien in Westdeutschland ist einer Meldung der DDR-Nachrichtenagentur ADN zufolge ein West-Berliner Reisebus auf der Transitautobahn Richtung Herleshausen wegen eines Defekts am Kühlsystem liegen geblieben. Auf Veranlassung der Volkspolizei aus Jena herbeigeholte Mediziner hätten die Kinder an Ort und Stelle betreut, denn kein Arzt habe den Transport in die Bundesrepublik begleitet. Die Reisegruppe habe die Fahrt am späten Abend fortsetzen können, und zwar bis zum Grenzkontrollpunkt Herleshausen in einem von der DDR gestellten Bus. Ein Arzt und eine Krankenschwester aus Jena seien bis Herleshausen mitgefahren.

Eine 80-jährige Rentnerin, die zu Besuch in Ost-Berlin war, ist auf dem Weg zum Grenzübergang Sonnenallee (Treptow/Neukölln) einem Herzanfall erlegen. Die herbeigerufenen medizinischen Helfer hätten „nur noch den Tod feststellen“ können. Brigitte Grunert

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