Berlin : Berliner Chronik: 12. Juni 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Bausenator Harry Ristock hat vor Mietern der Gropiusstadt die Prüfung der Frage zugesagt, ob die alle drei Jahre einsetzenden Mieterhöhungen von 50 Pfennig pro Quadratmeter im Sozialen Wohnungsbau (die sogenannte Degression, bei der öffentliche Zuschüsse in entsprechender Höhe gekürzt werden) eingefroren oder halbiert werden können. Ein volles Einfrieren, sagte der Bausenator, würde den Verzicht auf den Bau von 464 Neubauwohnungen bedeuten. Ristock unterstrich in diesem Zusammenhang, daß in Berlin zwischen 1956 und 1975 insgesamt 470 000 Wohnungen neu gebaut worden seien, davon die größere Zahl im sozialen Wohnungsbau. Allein bis zu 12 000 Neubauwohnungen sollen im Jahre 1976 entstehen. Dabei werde die Miete von 17 Mark auf 4,50 Mark heruntersubventioniert. Die Mietergruppe Gropiusstadt forderte, für Sozialwohnungen dürfe es nicht alle drei Jahre eine Mieterhöhung geben, die "Kaltmiete" dürfe nicht über 4,50 Mark pro Quadratmeter steigen und das Wohngeld müsse unter allen Umständen den erhöhten Mieten angepaßt werden. Außerdem müsse den Mietern Mitbestimung bei den Wohnungsbaugesellschaften eingeräumt werden.

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