Berlin : Berliner Chronik: 12. November 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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"Fast wie ein Missionar" fühlt sich der Künstler und Galerist Ben Wargin, wenn er seinen Mitbürgern Bäume und anderes Grün an Herz legt. Jüngstes Objekt seines missionarischen Eifers sind 20 Eichen auf dem Gelände eines künftigen Neubaus des Oskar-Helene-Heimes. Sie könnten umgesetzt werden. Es muß sich nur jemand finden, der das bezahlt, wie es beispielsweise der Bauherr Klingbeil tat, als er einen Teil der Eichen vom Krankenhausgelände auf den Hof seines Neubaues an der Potsdamer Straße holte. In der Abteilung Grünflächen und Gartenbau des Bausenators bestätigt Professor Schindler: "Die Bäume stehen zur Verfügung für alle, die sie haben wollen." Wer sie haben will, müßte allerdings auch die Verpflanzung bezahlen, und deshalb kommen die sparsamen städtischen Gartenbauämter kaum in Betracht. Ben Wargin sprang hier in die Bresche und gebar die Idee, die Eichen als "echtes Weihnachtsgeschenk" zu deklarieren - beispielsweise für Firmen, die in der Regel abgesägte Bäume als weihnachtliches Symbol aufstellen und hinterher wegwerfen. Ihnen will Wargin stattdessen eine lebende Eiche zur Ausübung weihnachtlicher Wohltaten empfehlen.

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