Berlin : Berliner Chronik: 12. September 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Der Ost-Berliner "Weltbühne" zufolge gibt es in der DDR "alarmierende Anzeichen für eine zweifelhafte Druckrationalisierung und prämienverdächtig betriebene Papiereinsparung": Die Schriftgrade bestimmter Druckwerke würden angesichts der Papierknappheit so klein, daß man sie kaum noch ohne Sehhilfe entziffern könne. Ein Beispiel dafür sei das Ost-Berliner Branchenfernsprechbuch. "Das durchschnittliche Gewicht je Exemplar wurde von der ersten Auflage zur zweiten von 450 g auf 250 g gesenkt, das Format schrumpfte von 28 mal 20 cm auf 24 mal 16 cm, und der schon kleingedruckt gewesene Inhalt wurde ohne Sehhilfe einfach unleserlich" schrieb die "Weltbühne". Es wird vorgeschlagen, "eine Respektgrenze für Schriftgrade vielbenutzter Druckerzeugnisse zu fixieren".

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