Berlin : Berliner Chronik: 13. März 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Ein führender DDR-Mediziner brandmarkt die jahrtausendealte chinesische Kunst des Nadelns als Okkultismus. In der Akupunkturwelle, wie sie die westliche Welt erfaßt hat, erblickt er ein weiteres Zeichen der Dekadenz des Kapitalismus. Der hochangesehene Gerichtsmediziner Professor Prokop von der Ost-Berliner Humboldt-Universität kennzeichnet in der neuesten Auflage seines mit dem DDR-Juristen Professor Stelzer geschriebenen Buches "Medizinischer Okkultismus. Paramedizin" die Akupunktur als typisches okkultes System. Die unbestreitbaren Fälle von Akupunktur-Schmerzbetäubung deutet er als Hysterie, Hypnose und Suggestion. Nicht genug damit, bei der Besprechung des Buches unterstrich auch ein bedeutender DDR-Gesundheitspolitiker, der Rektor der Deutschen Akademie für ärztliche Fortbildung in Ost-Berlin, Professor Winter, den klassenkämpferischen Aspekt: "Sicher stützt sich die Auseinandersetzung in erster Linie auf Erscheinungen in der kapitalistischen Welt. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit gehört dort Paramedizin und Okkultismus zu den Mitteln der Manipulation. Solche Möglichkeiten der Verdummung gibt es in der sozialistischen Gesellschaft nicht."

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