BERLINER Chronik : 14. August 1987

Vor 25 Jahren wurde im Gropius-Bau gefeiert und die Zollmauer aufgebaut.

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Mit einem Festakt wird in West-Berlin die historische Ausstellung „Berlin, Berlin“ eröffnet. Im Martin-Gropius-Bau wird in 36 Räumen anhand von 3000 Leihgaben aus dem In- und Ausland die Stadt von den Anfängen bis zur Gegenwart dargestellt. In Berlin, so der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen in seiner Festrede, würden die Fragen gestellt, die sich an die Deutschen in Ost und West richten, und hier könne man am ehesten über Antworten diskutieren. Der Westteil sei zum Kampf gegen das „Mittelmaß“ aufgerufen. Nur so könne Berlin mehr sein als ein „museales Gedächtnis“.

Der Tagesspiegel berichtet über den fast fertigen, aber umstrittenen Nachbau eines Stücks der alten Zollmauer auf dem Mittelstreifen der Stresemannstraße in Kreuzberg. Das Bezirksamt folgt damit einer Idee des Stadtplaners Dieter Hoffmann-Axthelm, für den Landeskonservator ist es nur eine „Attrappe“, da keiner weiß, wie die 1734/1736 um Berlin gezogene und 1867/68 abgetragene Akzisemauer aussah. Erst bei den Bauarbeiten stieß man auf Relikte. Brigitte Grunert

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