Berlin : Berliner Chronik: 14. Januar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Der Regierende Bürgermeister Schütz hat sich auf einer SPD-Wahlveranstaltung in Zehlendorf strikt gegen eine Privatisierung von städtischen Eigenbetrieben ausgesprochen. "Wir denken auch nicht daran, Dienstleistungen der Stadt in den nächsten Jahren einzuschränken", stellte Schütz in einer Diskussion über das Thema "Sind unsere Städte noch regierbar?" fest. Der Bremer Senatspräsident Koschnick, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm, forderte zu einer kritischen Prüfung auf, ob die Eigenbetriebe "nicht manches preiswerter" machen könnten. In Bremen berate er mit Gewerkschaften und Personalräten eingehend über die Chancen, "antiquierte Organisationsformen durch moderne Betriebsführung" abzulösen. Der Präsident des Deutschen Städtetages erneuerte sein Angebot, Privatfirmen zu benennen, die öffentliche Aufgaben zu den gleichen Bedingungen wie die Stadtverwaltungen übernehmen könnten. Zum Thema Bürgerinitiativen erklärte Schütz, er stehe ihnen jetzt positiver als zu Beginn seiner Amtszeit vor acht Jahren gegenüber. Auf seiten der Verwaltung sei keineswegs immer aller Sachverstand versammelt. Die Gefahr sehe er jedoch darin, daß sich derartige Initiativen zu einer "politischen Partei" entwickeln.

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