Berlin : Berliner Chronik: 14. Mai 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Nach einem rund zweiwöchigen Arbeitskampf, bei dem der Streik zeitweilig mit der bundesweiten Aussperrung beantwortet worden war, haben sich die Tarifpartner der Druckindustrie auf einen neuen Lohntarifvertrag geeinigt. Bei den Vermittlungsgesprächen unter Leitung des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Farthmann (SPD) verständigten sie sich auf eine Lohnerhöhung von sechs Prozent zum 1. Juni sowie auf eine Ausgleichszahlung von insgesamt 275 DM für die Monate April und Mai. Über die Annahme dieser Vereinbarung, die bis zum 31. März 1977 gelten soll, will die IG Druck und Papier in einer Urabstimmung entscheiden lassen. Sie hat gestern nachmittag den Streik ausgesetzt. Die Gewerkschaft bezifferte das Gesamtvolumen der vereinbarten Tariferhöhung auf 6,66 Prozent. Die Arbeitgeber bezeichneten diese Angaben als überhöht und nannten ihrerseits keinen Prozentsatz. Die Tarifparteien vereinbarten nach Angaben der IG Druck auch eine Klausel, nach der keiner der Beschäftigten in Zusammenhang mit dem Streik gemaßregelt werden darf. Das Ende des Streiks ist übereinstimmend von der Bundesregierung und den Parteien begrüßt worden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben