Berlin : Berliner Chronik: 14. Oktober 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Gegen hohe Heizkosten-Nachforderungen protestieren in einem Teil des Märkischen Viertels und in der Rollbergsiedlung mehrere hundert Mieter. Die Nachforderungen gehen auf die Heizperiode vom Mai 1975 bis Ende April 1976 zurück und betragen bei größeren Wohnungen bis zu 500 DM. Die sich aus der Abrechnung ergebenden Heizkosten von rund zwölf Mark pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr werden von den Mietern als überhöht angesehen. Die Mieter orientieren sich an Heizkostenabrechnungen in der Gropiusstadt, wo die Kosten bei nur fünf Mark pro Quadratmeter im Jahr gelegen haben. Die Nachprüfung der Mieterproteste erbrachte jedoch lediglich das Ergebnis, daß die vom Bewag-Heizkraftwerk Rudow versorgte und mit besonders gut isolierten Wohnhäusern ausgestattete Gropiusstadt eine beispielhafte Sonderstellung einnimmt. Bewag-Heizkraftwerke können, da sie zu einem Teil mit der "Abfallwärme" aus der Stromerzeugung arbeiten, wesentlich billiger Wärme liefern, als die ausschließlich für Heizzwecke arbeitenden Fernheizwerke.

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