BERLINER Chronik : 14. Oktober 1990 Die CDU stellt Regierungschefs

in vier neuen Bundesländern

Aus den ersten Landtagswahlen in den fünf neuen Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen geht die CDU siegreich hervor, so dass sie in vier dieser Länder den Regierungschef stellen wird. In Sachsen holt der erfahrene westliche Politiker Kurt Biedenkopf sogar mit 53,8 Prozent die absolute Mehrheit für die CDU. Nur in Brandenburg wird die SPD mit 38,8 Prozent stärkste politische Kraft. Künftiger Ministerpräsident im Nachbarland Berlins ist damit Manfred Stolpe, Konsistorialpräsident der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg (Ost). Überall schneidet auch die PDS besser ab als erwartet, mit Ergebnissen zwischen knapp zehn und knapp 16 Prozent.

Die Berliner SPD geht ohne Koalitionsaussage in die Gesamtberliner Parlamentswahl am 2. Dezember. Wahlziel sei die Allein-Regierung der SPD, erklärt der Vorsitzende und Regierende Bürgermeister Walter Momper auf dem Landesparteitag. Momper geht auf Distanz zum Koalitionspartner AL wie auch zur CDU und PDS. Angesichts der ständigen Koalitionsquerelen und mehrfachen Drohungen der AL mit dem „Ausstieg“ aus dem rot-grünen Bündnis bescheinigt er der AL Unzuverlässigkeit, Entscheidungsschwäche und Sehnsucht nach Opposition. Gru

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