Berlin : Berliner Chronik: 15. Februar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Der erste Fernschreiber einer neuen Generation, bei der die Elektronik weitgehend die bisherigen mechanischen Bauteile verdrängt hat, wurde bei der Adam Opel AG in der Tempelhofer Bessemerstraße an das internationale Telex-Netz angeschlossen. Die Tastatur des von SEL entwickelten elektronischen Fernschreibers "LO 2000" ist weitgehend den gewohnten Schreibmaschinen angenähert. Beim Betätigen einer Taste wird ein Kunststoffstreifen vor einer Lichtquelle vorbeigeführt, der die Fernschreibcodierung des jeweiligen Buchstabens enthält. Dadurch ist es möglich, Umlauttasten wie "ä" vorzusehen; der zugehörige Streifen enthält dann die Codierung für "ae". Auch das bei bisherigen Fernschreibern notwendige Umschalten von Buchstaben auf Ziffern entfällt, und gewählt wird auf der Ziffernreihe der Tastatur. So wird das Fernschreiben weitgehend vereinfacht und erleichtert. Die Typenhebel sind auf einem rotierenden Karussell untergebracht. Sie werden durch Elektromagneten gegen das Papier gedrückt. Dadurch ergeben sich bedeutend geringere Schreibgeräusche als bei bisherigen Konstruktionen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar