BERLINER Chronik : 17. Juli 1982

Vor 25 Jahren berichteten wir über die Postzustellung in Altenheimen

Der Briefträger kann die Post für die Heimbewohner ohne besondere Absprache bei einem Angestellten abgeben, der sie dann weiter verteilt. Das Briefgeheimnis werde dadurch nicht verletzt, sagte der Sprecher der Post, Gerhard Stürmer, jetzt auf Anfrage.

Vor allem in Altenheimen beschweren sich Bewohner immer wieder darüber, weil sie sich bei dieser Praxis überwacht fühlen. Die Heimleitung könne bereits am Absender erkennen, mit wem die Bewohner in Verbindung stehen. Besonders ärgerlich sei, daß man zum Beispiel auch Einschreiben oder Geldsendungen nicht direkt, sondern von Angestellten erhalte, kritisieren die Heimbewohner.

Diese „Ersatzzustellung“ werde vorgenommen, weil die Briefträger nicht von Tür zu Tür durch die Heime gehen könnten, sagte Postsprecher Stürmer. Oft fehlten auch die Namensschilder an den Türen. Das Verfahren sei in der Postordnung entsprechend geregelt.

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