Berlin : Berliner Chronik: 18. März 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Das Land Berlin sieht derzeit aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit, für seine Schüler Taschenrechner anzuschaffen. Die Einsatzmöglichkeiten der kleinen elektronischen Geräte, die im letzten Jahr zu einem Verkaufsschlager geworden sind, sollen aber demnächst geprüft werden, heißt es in der Senatsschulverwaltung. Bremen hat inzwischen für alle seine Oberstufenschüler Taschenrechner erworben. In Berlin soll neben der Frage, wo sie einzusetzen sind, beispielsweise auch das Problem geprüft werden, über wieviel Funktionen ein Rechner verfügen sollte und für wieviele Parallelklassen ein Klassensatz wünschenswert wäre. Vorerst existiert das Taschenrechner-Problem aber nur insoweit, als die Schüler private Geräte besitzen. An einigen gymnasialen Oberstufen haben übrigens die Eltern zusammengelegt, um alle Schüler mit der rechnenden Elektronik zu versorgen. Für die Benutzung im Unterricht gilt die gleiche Regel wie für alle anderen Hilfsmittel auch: Sie dürfen nur unter der Voraussetzung der Chancengleichheit eingesetzt werden, das heißt, sie müssen jeweils allen Schülern einer Klasse oder Klassenstufe zur Verfügung stehen.

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