Berlin : Berliner Chronik: 19. Februar 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Am Ort des Konflikts, auf Spandauer Straßenland, tagte der Bauausschuß des Abgeordnetenhauses, um in einem Streit zwischen Senatsbauverwaltung und Bürgern die richtige Lösung zu finden. Streitobjekt ist der Cosmarweg in Spandau, der auf dem Teilstück zwischen Magistratsweg und Baluschekweg noch nicht befestigt ist. Die Fahrbahn soll zwölf Meter breit werden, die beiden Bürgersteige je drei Meter breit. Bei 18 Meter Breite müßte jedoch auf jeder Seite der mit Einfamilienhäusern bebauten Straße ein Meter privater Grundstücksfläche in Anspruch genommen werden. Dagegen hatten sich die Anlieger gewandt. Sie meinten, in dem Siedlungsgebiet sei eine so breite Straße nicht erforderlich. Der Bausenator kann sich dagegen auf einen bereits festgesetzten Bebauungsplan stützen. Die von den Anliegern zu zahlenden Erschließungsbeträge, etwa 600 000 Mark, könnte die öffentliche Hand nur dann erheben, wenn die Straße in der festgesetzten Breite ausgebaut werden würde. Nach der Besichtigung hielten die Abgeordneten einhellig die im Bebauungsplan festgesetzte Breite für zu groß angesichts des geringen Verkehrs und der sonst notwendigen Grundstücksopfer.

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