BERLINER Chronik : 19. Mai 1983

Vor 25 Jahren berichteten wir über erste Geschäftsflieger in Tempelhof

Berlins Lufttaxi-Verkehr verfügt nun mit der auch für Transatlantikflüge geeigneten Turboprop-Maschine „Cessna Conquest“ über das modernste und schnellste Fluggerät seiner Klasse. Wirtschaftssenator Pieroth gab im Beisein zahlreicher deutscher und alliierter Ehrengäste dem Flugzeug den Namen „Tempelhof 1“. Vielgestaltige Flugverbindungen, sagte Pieroth, bedeuten den Lebensnerv Berlins. Insbesondere für den Geschäftsverkehr und dessen Topmanagement sei es erforderlich, weitere Flughäfen anzusteuern. Der Lufttaxi-Dienst habe hier eine Marktlücke gefunden. Die Tempelhof Airways USA mit Sitz in Florida nahm vor einem Jahr von Tempelhof aus, das auch Europa-Heimathafen dieser Gesellschaft ist, mit einer achtsitzigen „Piper Navajo Chieftain“ den Lufttaxidienst im Nahbereich innerhalb Deutschlands auf.

„Tempelhof Airways“ beließ es nicht nur bei Charterflügen, sondern stieg 1985 auch in den Linienverkehr ein, nach Hamburg und Dortmund etwa. Als die Mauer fiel, waren die Dienste nicht mehr gefragt – 1991 war „Tempelhof Airways“ pleite.

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